Bis 1865 wurde Braunschweig durch die Pipenbruderschaften mit Wasser versorgt. Diese eher genossenschaftliche Organisationsform war jedoch nicht geeignet, die mit der Trinkwasserversorgung auftretenden Probleme einer stetig wachsenden Stadt dauerhaft zu lösen. Um allen Bürgern eine komfortable Versorgung mit Trinkwasser zu ermöglichen, musste diese öffentlich organisiert werden.
So wurde 1865 mit der Inbetriebnahme des Flusswasserwerks im Bürgerpark (früher bekannt als Freizeit- und Bildungszentrum Freibize) die erste öffentliche Trinkwasserversorgung für die Stadt Braunschweig begründet. Als Bezugsquelle nutzte man die Oker, wodurch sich Qualitäts- und Mengenprobleme ergaben, sodass die Wassergewinnung flussaufwärts verlagert werden musste.
Bedingt durch das weitere Wachstum der Stadt und steigender Qualitätsansprüche wurden 1902 das Grundwasserwerk Bienroder Weg und 1911 das Grundwasserwerk Rüningen in Betrieb genommen. Im Jahr 1943 entstand zur Belieferung wichtiger Industrieanlagen mit Harzwasser die „Eckerleitung". Nach Fertigstellung der „Graneleitung" im Jahr 1973 wird Braunschweig komplett mit Harzwasser der beiden Talsperren Ecker und Grane versorgt. Das Wasserwerk Rüningen wurde außer Betrieb gesetzt, das Wasserwerk Bienroder Weg dient nur noch als Reserve- und Spitzenlastwasserwerk.
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