BS|ENERGY wird die Preise für Fernwärme zum 1. Januar 2026 senken. Die Preisanpassung erfolgt aufgrund der Abschaffung der Gasspeicherumlage zum 31. Dezember 2025, die die Bundesregierung im vierten Gesetz zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes beschlossen hat. Die Gasspeicherumlage hat in den letzten Jahren eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Gasversorgung in Deutschland gespielt.
Bei dem Produkt BS|Fernwärme Klassik und dem Jahresverbrauch eines Einfamilienhauses von 12.000 Kilowattstunden sinken die jährlichen Ausgaben für die Wärmeversorgung um etwa 42 Euro (brutto). Bei einem Mehrfamilienhaus mit sechs bis acht Wohneinheiten und einem Wärmebedarf von 75.000 Kilowattstunden im Produkt BS|Fernwärme Plus sinken die Ausgaben für die Wärmeversorgung um jährlich circa 262 Euro (brutto).
Wärmewende mit Dekarbonisierung der Wärmeversorgung schreitet voran
Im Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) ist geregelt, dass Wärmenetze bis 2030 zu einem Anteil von 30 Prozent und bis 2040 mit einem Anteil von 80 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden sollen. In der Novelle des Niedersächsischen Klimagesetz (NKlimaG), das zum 1. Januar 2026 in Kraft tritt, hat das Land seine Klimaziele angepasst: In Niedersachsen sollen abweichend vom WPG Wärmenetze bereits bis 2040 zu 100 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Da BS|ENERGY im April 2024 aus der Energieerzeugung mit Steinkohle ausgestiegen ist, beträgt der Anteil erneuerbarer Energie an der Wärmeversorgung bereits heute knapp 35 Prozent. Aktuell erstellt BS|ENERGY einen Transformationsplan für die Wärmeversorgung, der Ziele für die kommenden Jahre darstellt und den Weg dorthin technisch und wirtschaftlich skizziert. Dabei bewegt sich BS|ENERGY stets in einem Dreiklang aus Versorgungssicherheit, Treibhausgasneutralität und Wirtschaftlichkeit. Ein Ziel ist es unter anderem, den Anteil der Fernwärme an der Braunschweiger Wärmeversorgung deutlich zu steigern und weitere Teile des Stadtgebiets zu erschließen. Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung setzt BS|ENERGY auf die Kombination verschiedener treibhausgasneutraler Erzeugungsanlagen. Welche regenerativen Energiequellen das größte Potenzial bieten und wie diese zukünftig genutzt werden können, untersucht BS|ENERGY ergebnisoffen in laufenden Studien.Â
Hintergrundinformationen:
BS|ENERGY versorgt in der Löwenstadt rund 60.000 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit Wärme. Die Braunschweiger Fernwärme wird in umweltschonender Kraft-Wärme-Kopplung unter Einsatz eines großen Anteils an erneuerbaren Energien erzeugt. Das Fernwärmenetz misst über 280 Kilometer, dazu kommen nochmals 12 Kilometer an Nahwärmetrassen. BS|ENERGY betreibt derzeit sieben Nahwärmenetze im Braunschweiger Stadtgebiet.