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Freie Fahrt für den Gas-Entstörungsdienst

Seit heute ist der Gas-Entstörungsdienst der BS|ENERGY Gruppe mit Blaulicht und Martinshorn auf Braunschweigs Straßen unterwegs.

Den Rohrnetzwärtern für Gas erschwert die stark angestiegene Verkehrsdichte zunehmend zügiges Eintreffen an der Störstelle. Spätestens 30 Minuten nach Eingang einer Störungsmeldung muss der Notdienst aber vor Ort sein - so die gesetzliche Regelung. Um das zu gewährleisten, wurden nun zwei Entstörungsfahrzeuge mit einer neuen „Sonderausstattung“ versehen. Ab Juli können sie Braunschweig mit Blaulicht und Martinshorn zügig durchqueren. Das ist wichtig, da sich ausströmendes Gas in einem bestimmten Mischungsverhältnis zu Sauerstoff entzünden kann.

Anfang des Jahres bewilligte die Verkehrsabteilung der Stadt den Antrag für die Ausnahmegenehmigung. Die Rohrnetzwärter der BS|ENERGY Gruppe erhielten seitdem ADAC-Fahrsicherheitstrainings und übten Blaulichtfahrten am Simulator. Auch die Theorie über Rechte und Pflichten bei Blaulichtfahrten kam nicht zu kurz. Zusätzliche Praxistipps erhielten die Rohrnetzwärter von der Polizei.

Dass Entstörungsfahrzeuge die nötigen Sondergenehmigungen und Wegerechte bekommen, ist nicht ungewöhnlich. Vorreiter sind Großstädte wie Berlin oder Frankfurt, in denen Gas-Entstörungsdienste schon seit mehreren Jahren mit Alarm zu Einsätzen fahren. Der Ablauf einer solchen Fahrt wird durch eine Betriebsanweisung geregelt: Bei Eingang einer Störungsmeldung entscheidet die Netzleitstelle, ob eine Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn erforderlich ist. Der jeweilige Fahrer kann dann nach eigenem Ermessen bestimmen, inwiefern die Verkehrslage tatsächlich eine Blaulicht-Fahrt nötig macht. Wenn nachts die Straßen frei sind, kann er die Sirene beispielsweise ausgeschaltet lassen.

Der Energieversorger hofft auf positive Resonanz und Verständnis der Verkehrsteilnehmer. Den Rohrnetzwärtern im Einsatz wird die neue Ausstattung ihrer Fahrzeuge die Fahrten in jedem Fall erleichtern.