Energiespar­tipps

Wussten Sie, dass schon kleinste Umstellungen in den eigenen vier Wänden die Umwelt und den Geldbeutel schonen können? Erfahren Sie hier mehr zu großen und kleinen Energiespar-Maßnahmen mit großer Wirkung.

Beleuchtung

Wählen Sie den Lampentyp nach dem Bedarf aus.

In den letzten Jahren haben LEDs (lichtemittierenden Dioden) große Fortschritte gemacht. Mittlerweile werden LEDs auch bei PC-Monitoren, TV-Geräte, Smartphones und Tablets eingesetzt. Bei einer Lebensdauer von bis zu 80.000 Betriebsstunden, rentieren sich die höheren Anschaffungskosten.
Vergleichen Sie den Stromverbrauch und die entstehenden Kosten der verschiedenen Beleuchtungsmittel an Hand der Tabelle. Wie Sie der Tabelle entnehmen können, lohnt sich der Einsatz von LEDs nicht nur für die Umwelt. 

Leuchtstofflampen werden oft für Arbeitsbereiche wie die Küche oder den Hobbyraum eingesetzt. Ihre Lichtausbeute ist ca. achtmal höher als diejenige herkömmlicher Glühlampen und ihre Lebensdauer ca. zehnmal länger.

Leuchtstofflampen benötigen für ihren Betrieb Geräte zur Strombegrenzung, so genannte Vorschaltgeräte. Diese verursachen Energieverluste, die je nach Bauart unterschiedlich hoch sind. Ein konventionelles Vorschaltgerät (KVG) verursacht z.B. in Kombination mit einer 18-Watt-Leuchtstofflampe eine zusätzliche Verlustleistung von acht Watt - insgesamt werden also 26 Watt aufgenommen. Ein sogenanntes verlustarmes Vorschaltgerät verursacht im gleichen Fall immerhin noch eine Verlustleistung von ca. vier Watt. Energieeinsparungen machen insbesondere elektronische Vorschaltgeräte (EVG) möglich. Weitere Einsparungen ergeben sich durch die Verwendung dimmbarer EVG in Kombination mit Tageslichtsensoren und Bewegungsmeldern. Dadurch lassen sich Einsparungen von bis zu 80 % erreichen.

Auch Leuchtstofflampen müssen wie Energiesparlampen als Sondermüll entsorgt werden.

Halogenglühlampen eignen sich sehr gut für Akzentbeleuchtung bzw. gezielte Beleuchtung. Sie haben eine um etwa 25 Prozent bessere Lichtausbeute als herkömmliche Glühlampen und die doppelte Lebensdauer. Halogenglühlampen sind jedoch keine Energiesparlampen.

Zusätzlich zur Lampe benötigen sie ein Netzteil (Trafo) für ihren Betrieb, da sie in der Regel nicht mit 230 Volt, sondern mit Kleinspannung zwischen 6 und 24 Volt betrieben werden. Konventionelle Trafos verbrauchen ca. 15 Prozent der Lampenleistung als zusätzliche Energie, elektronische ca. 10 Prozent, abhängig auch von der leistungsgerechten Auslegung des Trafos.

Seit Energiesparlampen durchweg mit elektronischen Vorschaltgeräten ausgestattet sind, können sie bedenkenlos in Räumen mit häufigen Schaltzeiten eingesetzt werden. Mittlerweile bieten Händler Energiesparlampen auch in der gewohnten Birnenform der konventionellen Glühlampe an. Unterschiedliche Lichtfarben, wie z.B. Warmweiß sind ebenfalls erhältlich. Eine Vielzahl von Sonderformen erhöht die Einsatzbandbreite, z.B. auch als Ersatz für Halogenlampen.

Verbrauchte Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll, sondern müssen speziell entsorgt werden.

Haushalt

Wer warmes Wasser spart, spart gleichzeitig auch Energie. Hier unsere Wasserspartipps für's Baden und Duschen.

Duschen Sie, anstatt ein Vollbad zu nehmen: Die Energiekosten für ein Vollbad sind ungefähr dreimal so hoch wie für das Duschen.

Lassen Sie den Wasserhahn nicht unnötig laufen, wie z. B. beim Zähneputzen. Beim Duschen können bis zu 30% Wasser eingespart werden, wenn man das Wasser während des Einseifens abstellt.

Nutzen Sie, wo möglich, einen Spar-Duschkopf. Ersparnis: Mit Durchflussbegrenzern lassen sich beim Duschen bei gleichem Komfort 20 - 50 Prozent Wasser einsparen.

Einhebelmischarmaturen reduzieren den Wasserverbrauch, da sie die gewünschte Temperatur einstellen.

Reparieren Sie tropfende Wasserhähne umgehend. Wenn Wasserhähne tropfen verschwinden am Tag 45 Liter Wasser ungenutzt im Abfluss.  

Nutzen Sie, wo möglich, Durchflussbegrenzer oder Luftsprudler (Perlator). Achtung: Diese Maßnahmen sind nicht für Durchlauferhitzer und drucklose Speicher geeignet. Ersparnis: Mit Durchflussbegrenzern lassen sich in einem 4-Personen-Haushalt bis zu 40 € pro Jahr mit 4 € Investition pro Stück einsparen.

Topf und Heizplatte sollten im Durchmesser übereinstimmen. Kochen Sie mit energiesparenden Töpfen (mit ebenen Böden und gut sitzenden Deckeln). Ersparnis: Im Vergleich zu einem gewölbten Boden spart der ebene Topf 15 Prozent Energie.

Lassen Sie beim Kochen konsequent den Deckel auf dem Topf. Ersparnis: Das spart weitere 60 Prozent Energie.

In der Gastronomie werden häufig Gasherde verwendet, weil sie Energie und Kosten einsparen und eine umweltfreundliche Alternative zu Elektroherden darstellen. Wenn in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus ein Gasanschluss vorhanden ist, sollten Sie ihn für effizientes kochen und backen nutzen. 

Verzichten Sie auf das Vorheizen des Backofens - es ist bei den meisten Gerichten nicht nötig.

Verwenden Sie die Umluftheizung des Backofens, da die Wärme besser übertragen wird und somit deutlich niedrigere Temperaturen für den Garprozess ausreichen. Das ist um 25 bis 40 Prozent sparsamer. Ein weiterer Vorteil: Sie können in mehreren Ebenen gleichzeitig backen.

Öffnen Sie die Backofentür nicht öfter und nicht länger als notwendig. Wenn in Ihrer Wohnung oder in Ihrem Haus ein Gasanschluss vorhanden ist, tragen Sie mit dem Gebrauch eines Gasherdes zur Entlastung sowohl Ihres Geldbeutels wie der Umwelt bei.

Gefriergeräte können richtige Stromfresser sein. Für einen energieeffizienten Betrieb von Kühlgeräten sind deswegen zwei Dinge wichtig: Kaufen sie energieeffiziente Neugeräte und nutzen Sie diese richtig.

Kaufen Sie lieber eine Gefriertruhe als einen Gefrierschrank - die Truhe verbraucht rund 12 Prozent weniger Strom. Verwenden Sie kein zu großes Gerät, denn eine halbleere Gefriertruhe benötigt fast so viel Energie wie eine gut gefüllte.

Die richtige Größe des Gefriergerätes beträgt 50 bis 80 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit geringer Vorratshaltung (Stadthaushalte mit kurzem Einkaufsweg) und 100 bis 130 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit ausgeprägter Vorratshaltung.

Stellen Sie Ihr Gefriergerät außerdem in einer möglichst kühlen Umgebung auf - eine um 2 °C niedrigere Umgebungstemperatur senkt den Verbrauch um ca. 60 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr.

Vereiste, verschmutzte oder marode Türdichtungen abtauen, putzen oder ersetzen, denn nur dichtschließende Türen sichern niedrigen Stromverbrauch. Öffnen Sie die Tür des Gefriergerätes nur so kurz wie nötig.

Bei Geschirrspülern ist beides wichtig: Niedriger Energieverbrauch und schonender Umgang mit Wasser. Achten Sie beim Neukauf von Geschirrspülern auch auf den Wasserverbrauch.

Verzichten Sie vor dem Maschinenspülgang auf das Abspülen bzw. Vorspülen des Geschirrs per Hand. Entfernen Sie nur die Speisereste, bevor sie das Geschirr in die Spülmaschine geben.

Schließen Sie die Maschine, wenn Sie schmutziges Geschirr hineingestellt haben, damit Speisereste nicht festtrocknen.

Nutzen Sie das Füllvolumen des Geschirrspülers stets voll aus. Wählen Sie außerdem das Energiesparprogramm, wenn Geschirr und Gläser nur leicht verschmutzt sind.

Geben Sie dem energie- und wassersparenden Geschirrspüler den Vorzug vor dem Handspülen. Ersparnis: Moderne Geschirrspüler benötigen heute nur noch neun Liter Wasser, um bis zu 14 Maßgedecke sauber zu spülen. Das spart bis zu 50 Prozent Energie und Wasser.

Eine Kaffeemaschine (mit Thermoskanne) liefert Ihnen den heiß geliebten Muntermacher energiesparender und bequemer als das Aufbrühen von Hand mit einem Wasserkessel, mit dem das Wasser auf dem Herd erhitzt wird. Auch Eierkocher, Wasserkocher und Toaster gehen besonders sparsam mit Energie um.

Achten Sie bei Espressomaschinen und Kaffeeautomaten darauf, dass der Wassertank nicht ständig beheizt wird. Letzteres kann Kosten von bis zu 67 € pro Jahr verursachen. Manche Geräte werden zudem durch den Aus-Schalter nicht richtig vom Netz getrennt, was zu Stand-By Verbräuchen führt.

Um ständig warmes Wasser vorrätig zu halten, benötigen einige Geräte 60 Watt. So entfallen bis zu 80 Prozent ihres Strombedarfes auf den Warmhalte-Modus.

Achten Sie beim Neukauf von Kühl- und Gefriergeräten auf den Stromverbrauch. Ersparnis: Für Kühl- und Gefriergeräte existieren zusätzlich zu den Energieeffizienzklassen von A bis G auch die Klassen A+ und A +++.

Kühlschränke sind im Vergleich zu anderen Haushaltsgeräten im Dauerbetrieb und haben daher einen großen Anteil am gesamten Stromverbrauch. In den vergangenen Jahren wurde an einer besseren Wärmedämmung, neuartigen Verdichtern und größeren Wärmetauscherflächen gearbeitet, so dass neuwertige Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ rund 90 Prozent weniger Strom als alte Geräte der Effizienzklasse G verbrauchen.

Kaufen Sie keinen überdimensionierten Kühlschrank. Die richtige Größe des Kühlschrankes: 60 Liter Nutzinhalt pro Person. Ausnahme: Für einen 1 bis 2-Personen-Haushalt sollte der Kühlschrank ungefähr 100 bis 160 Liter Nutzinhalt aufweisen.

Auch mit einer überlegten Nutzung können bei Kühlschränken Energieeinsparungen erzielt werden. Wenn möglich, sollten Kühlgeräte und der Herd weit voneinander entfernt aufgestellt werden. Hohe Umgebungstemperatur z.B. auch durch Sonneneinstrahlung oder die Heizung erhöht den Energieverbrauch der Kühlgeräte ebenfalls. Stellen Sie den Kühlschrank auf maximal 7°C ein. Jedes Grad weniger kostet zehn Prozent mehr Energie.

Mehr Informationen zu besonders sparsamen Geräten:

www.ecotopten.de

www.energiesparende-geraete.de

Mittlerweile erreichen auch Wäschetrockner die Energieeffizienzklassen A+++. Zu den besonders effizienten Geräten zählen Wärmepumpentrockner und Erdgaswäschetrockner. Diese sind zwar in der Anschaffung etwas teurer als herkömmliche Geräte, durch die geringen Betriebskosten rechnet sich eine Anschaffung nach kurzer Zeit.

Übrigens: Sonne und Wind sind frische, fleißige und völlig kostenlose Wäschetrockner. Überlegen Sie daher genau, ob Sie unbedingt einen Trockner verwenden müssen.

Schleudern Sie die Wäsche vor dem Trocknen, denn das verringert den Feuchtegehalt der Wäsche. Je höher die Schleuderdrehzahl der Waschmaschine, desto günstiger das Trocknen.

Achten Sie beim Neukauf von Waschmaschinen auf den Energie- und Wasserverbrauch. Eine energiesparende Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 5 kg verbraucht heute weniger als 1 kWh für eine 60 °C-Wäsche.

Waschen Sie Kochwäsche statt bei 90°C bei 60°C.
Der Stromverbrauch der Waschmaschine dient überwiegend zum Aufheizen des Wassers. Waschen Sie deshalb die Wäsche möglichst bei niedriger Temperatur. Außerdem wird Wäsche auch schon bei 60 °C richtig sauber - Kochwäsche sollte daher die Ausnahme sein.

Nutzen Sie die Füllmenge der Waschmaschine immer optimal aus. Verzichten Sie bei normal verschmutzter Wäsche auf den Vorwaschgang. Ersparnis: Wenn Sie Buntwäsche bei 30°C bis 40°C waschen und bei weißer Wäsche auf Kochwäsche verzichten, können Sie im Jahr ca. 200 Kilowattstunden Strom, 5000 Liter Wasser und 16 Kilogramm Waschmittel sparen. Nutzen Sie so häufig wie möglich Sparprogramme.

Heizen, Lüften, Kühlen

Wärme dosieren. Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht. Bedenken Sie dabei immer: Pro zusätzlichem Grad Celsius Raumtemperatur müssen Sie mit rund sechs Prozent Mehrkosten für die Heizung rechnen.

Lassen Sie die Wärme nicht entweichen! Schließen Sie nachts Ihre Rollläden und die Vorhänge, damit die Wärmeverluste durchs Fenster verringert werden. So sparen Sie bis zu vier Prozent Ihrer Heizkosten.

Versperren Sie der Wärme nicht den Weg und halten Sie die Heizkörper frei. Denn lange Vorhänge, ungünstig platzierte Möbel und auf die Heizkörper montierte Trockenstangen mit Handtüchern oder Wäsche schlucken bis zu 20 Prozent Wärme.

Stellen Sie Thermostatventile richtig ein. Bei richtiger Handhabung können Thermostatventile zu einer Energieersparnis von bis zu 20 Prozent beitragen.

Die witterungsgeführte Regelung an der Heizung wird durch Thermostatventile an den Heizkörpern ergänzt. Sie ermöglichen die raumbezogene Temperaturregelung. Wenn der Raum über die eingestellte Temperatur hinaus erwärmt wird, schließt sich das Ventil automatisch. Räume, die die gewünschte Temperatur noch nicht erreicht haben, werden weiter aufgeheizt.

Stellen Sie die Heizungspumpe in den Sommermonaten ab. Ggf. sollte man sie einmal pro Monat kurz laufen lassen, damit sie sich nicht festsetzt. In einigen Heizungsregelungen ist diese Funktion bereits integriert. Fragen Sie dazu Ihren Heizungsinstallateur oder Ihre Wartungsfirma.

Optimieren Sie Ihre Hydraulik. Ein hydraulischer Abgleich spart zwischen 10 und 20 Prozent Brennstoffkosten.

Im verzweigten Rohrsystem der Heizung und den Heizkörpern selbst herrscht an verschiedenen Stellen unterschiedlicher Druck. Das hängt vom Rohrdurchmesser, dem Wasserdurchfluss und der Leistung der Heizungspumpe ab.

Wasser geht immer den Weg des geringsten Widerstandes. So verteilt sich warmes Wasser ungleichmäßig im System. Damit sich niemand über zu kalte Räume beschwert, wird daher häufig die Vorlauftemperatur oder die Pumpleistung erhöht. Dadurch steigt die Temperatur des Heizungsrücklaufes oft so an, dass keine Brennwertnutzung entstehen kann. Bei Erhöhung der Vorlauftemperatur entstehen zusätzlich unnötige Wärmeverluste im System. Bei Erhöhung der Pumpleistung erhöht sich der Stromverbrauch der Pumpe und es kommt an manchen Stellen zu Geräuschentwicklungen.

Frischluft ist das Nonplusultra für ein gesundes Raumklima. Doch stundenlang gekippte Fenster sorgen kaum für frische Luft, sondern für eine hohe Heizkostenrechnung. Ein ständig gekipptes Fenster kann Energiekosten von ca. 200 Euro pro Jahr verursachen.

Gesundheitlich wie bauphysikalisch ist ein Raumklima von 40 bis 60 Prozent relativer Feuchte bei ca. 20 °C optimal. Sinkt die Luftfeuchte unter 40 Prozent relativer Feuchte, kann die trockene Luft die Schleimhäute reizen. Steigt der Feuchtegehalt auf 70 Prozent oder mehr, ist Schimmelbildung im Wohnraum fast unvermeidbar.

Folgende Faustregeln gelten beim Lüften:

nur 2 - 3 Minuten bei Frost
ca. 5 Minuten bei 0 - 5°C
5 - 10 Minuten bei 5 - 10°C
10 - 15 Minuten bei 10 - 15°C

Denken Sie daran, nach dem Kochen und dem Duschen kurz zusätzlich zu Lüften. Drehen Sie die Thermostatventile an den Heizkörpern während des Lüftens grundsätzlich ab.

Lüften und heizen Sie Ihr Schlafzimmer richtig, um Schimmelbildung zu vermeiden. Oft werden Schlafzimmer weniger beheizt als z.B. das Wohnzimmer. Das führt auch zu niedrigen Oberflächentemperaturen der Außenwände und erhöht somit die Gefahr der Kondensation von Feuchtigkeit aus der Raumluft. Fatal wirkt sich daher eine "Beheizung" des Schlafzimmers durch das Öffnen der Schlafzimmertür aus. In dem Fall gelangt zwar warme, aber auch feuchtere Luft aus dem Wohnraum in das Zimmer und erhöht so die Feuchtebelastung des Raumes zusätzlich. Besser ist eine moderate Beheizung des Raumes.

Bevor Sie im Sommer wegen überhitzter Räume auf ein Kühlgerät zurückgreifen, prüfen Sie vorher kostengünstige Alternativen.

  • Der Einsatz von außenliegendem Sonnenschutz ist effektiver als z.B. Innenrollos oder Gardinen.
  • Verschatten Sie die Fenster nicht so weit, dass Sie die Beleuchtung anschalten müssen. Deren Wärmeabgabe erhöht die Raumtemperatur weiter.
  • Falls möglich, öffnen Sie nachts die Fenster und lassen Sie die Räume auskühlen. Schließen Sie am Morgen wieder rechtzeitig die Fenster.
  • Beachten Sie: Wenn der Abluftschlauch eines Kühlgerätes in einem übergekippten Fenster liegt, gelangt über dieses Fenster wieder warme Außenluft in die Räume.

Heizung, Warmwasser und Klimatisierung

In vielen Häusern mit Zirkulationsleitung läuft die Zirkulationspumpe rund um die Uhr. Oft ist die Pumpe auch noch stark überdimensioniert. Eine zeitgesteuerte und richtig dimensionierte Warmwasser-Zirkulationspumpe reduziert die Stromkosten für die Umwälzpumpe um bis zu 90 Prozent. Manchmal reicht die Nachrüstung einer Zeitschaltuhr, am besten als Wochenzeitschaltuhr. So lassen sich z.B. für das Wochenende andere Laufzeiten einstellen als in der Woche.

Optimieren Sie ihre Heizungsregelung. Nachts genügt in den Wohnräumen eine Raumtemperatur von 16 °C bis 18 °C, das spart leicht 20 bis 30 Prozent Energie.

Nutzen Sie die "Nachtabsenkung" Ihrer Heizungsregelung auch tagsüber, z. B. während des Winterurlaubes oder wenn die Wohnung längere Zeit verwaist ist.

Energiesparer lassen ihre Heizung regelmäßig warten. Ist die Heizung in einem guten Zustand, spart das bis zu 4 Prozent Energiekosten. Die Wartung der Heizungsanlage erhöht gleichzeitig die Betriebssicherheit der Anlage und vermindert die Störanfälligkeit.

Prüfen Sie vor dem Einbau einer thermischen Solaranlage, ob die Rahmenbedingungen für den optimalen Einsatz in Ihrem Hause gegeben sind.

Tipps zur Nutzung von Solarthermie:

  • Heizungsunterstützung lohnt sich nur bei neuen Gebäuden oder sanierten Altbauten.
  • Je geringer die Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto besser die solare Nutzung. Fußbodenheizungen eignen sich daher bestens.
  • Bei der Dachausrichtung zwischen Südost und Südwest und einer Dachneigung von 20 bis 60 ° werden die höchsten Erträge erzielt.
  • Solarspeicher, Verteilleitungen und Armaturen sollten gut gedämmt werden, um Wärmeverluste zu minimieren.
  • Die gewählte Dachfläche sollte nicht beschattet sein. · Je mehr Personen über die Solaranlage mit Warmwasser versorgt werden, desto eher rechnet sich eine gut dimensionierte Anlage.

Prüfen Sie vor dem Einbau einer Wärmepumpe ob die Rahmenbedingungen für den optimalen Einsatz in Ihrem Hause gegeben sind. Eine Wärmepumpe ist besonders sparsam, wenn sie einen Heizkreis mit niedrigen Temperaturen zu versorgen hat. Gut geeignet für den Wärmepumpeneinsatz sind z.B. Fußbodenheizungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen von 35 °C bis 40 °C. Soll eine Wärmepumpe konventionelle Heizkörper mit Wärme versorgen, sind diese für den Einsatz von niedrigen Temperaturen auszulegen, das heißt, sie müssen großflächig ausgelegt werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Wärmeschutz des Hauses. Je besser das Gebäude gedämmt ist, umso effektiver arbeitet die Wärmepumpe. Dann werden selbst bei tiefen Außentemperaturen nur geringe Vorlauftemperaturen benötigt, um das Gebäude zu beheizen. Soll eine Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude eingesetzt werden, so ist die nachträgliche Dämmung des Gebäudes und die genaue Bestimmung des Heizleistungsbedarfes eine Grundvoraussetzung, damit eine Wärmepumpe ökonomisch und ökologisch sinnvoll eingesetzt werden kann.

Je niedriger die Systemtemperatur liegt, die die Wärmepumpe liefert, desto höher liegt die Jahresarbeitszahl und desto niedriger liegen damit die Energiekosten. Hersteller geben für Wärmepumpen immer die Leistungszahl an. Diese liegt in der Regel höher als die Jahresarbeitszahl und beschreibt als Momentwert die Effizienz der Wärmepumpe unter Laborbedingungen. Die Leistungszahl ist dazu geeignet, die Produkte verschiedener Hersteller miteinander zu vergleichen.

Soll Brauchwasser auf 55 °C bis 60 °C erwärmt werden, arbeitet die Wärmepumpe weniger effizient als bei der Heizwärmebereitung. Deshalb empfiehlt sich für den Wärmepumpeneinsatz vielfach die Kombination mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung.

Ziehen Sie beim Austausch eines alten Kessels einen Brennwertkessel in Betracht. Ersparnis: Ältere Heizkessel haben häufig nur einen Jahresnutzungsgrad von 60 Prozent oder weniger. Das bedeutet, dass ein großer Teil der eingesetzten Energie verloren geht. Beim Einsatz eines Brennwertkessels lassen sich dagegen Jahresnutzungsgrade von über 95 Prozent erreichen. Wer dabei auf Erdgas setzt, trägt auch zur Umweltentlastung bei, denn Erdgas-Heizkessel arbeiten in der Regel schadstoffärmer als andere Systeme, weil die Abgase nahezu frei von Schwefeldioxid, Staub, Schwermetallen und Kohlenwasserstoffen sind.

Der Jahresnutzungsgrad ist eine wichtige Größe zur Beurteilung des Energieverbrauchs und der Leistungsfähigkeit eines Heizkessels. Er gibt an, welcher Teil der eingesetzten Energie als nutzbare Energie zur Verfügung steht.

Brennwertkessel können oft nicht an herkömmliche Hausschornsteine angeschlossen werden. Da die Abgase stark abgekühlt sind und einen hohen Feuchtigkeitsgehalt besitzen, muss der Schornstein bzw. die Abgasleitung unempfindlich gegen Wasser und zudem korrosionsbeständig sein. In der Regel werden die Abgase eines Brennwertkessels daher in speziellen Abgasleitungen aus Edelstahl, Kunststoff oder Aluminiumlegierungen abgeführt. Diese Abgasleitungen können meist problemlos in einen bestehenden Schornstein eingezogen werden. Bei Neubauten bieten sich für die Abgasführung auch spezielle feuchtigkeitsunempfindliche Schornsteine an. Weiter benötigt ein Brennwertkessel einen Abwasseranschluss zur Ableitung des anfallenden Kondensates.

Ihr Haushalt umfasst mehr als zwei Personen? Dann überprüfen Sie bei einer Heizungssanierung und dezentraler elektrischer Warmwasserbereitung, ob die Möglichkeit der Umstellung auf die zentrale Warmwasserbereitung mit nicht zu langen Leitungswegen besteht. Das entlastet die Umwelt und den Geldbeutel.

Den Warmwasserspeicher entsprechend der Nutzung dimensionieren.
Zu groß gewählte Speicher erhöhen die Speicherverluste und die Legionellengefahr.

Achten Sie beim Austausch eines Durchlauferhitzers darauf, dass es sich um ein elektronisch geregeltes Gerät handelt. Bei der elektrischen Ausführung der Durchlauferhitzer gibt es zwei Varianten:

Durchlauferhitzer hydraulisch geregelt
Diese können meist nur in zwei Stufen (zwei Heizleistungen) betrieben werden. Daher muss, um die gewünschte Warmwassertemperatur z. B. beim Duschen zu erreichen, immer Kaltwasser beigemischt werden. Durch die feste Einstellung der Heizleistung reagiert der Durchlauferhitzer nicht bei Durchflussschwankungen. So kann sich eine gleichzeitige Entnahme (z. B. Dusche und Waschbecken) für den Duschenden durch plötzlich sehr kaltes Wasser bemerkbar machen.

Durchlauferhitzer elektronisch geregelt
Die elektronisch geregelten Durchlauferhitzer ermöglichen eine stufenlose Einstellung der Wassertemperatur. Ähnlich wie bei Thermostat-Duscharmaturen stellt man die Temperatur über einen Drehregler auf den gewünschten Wert ein und erhält an der Zapfstelle das Wasser mit der entsprechenden Temperatur. Dafür sorgt ein Mikroprozessor, der die Leistung automatisch an die Warmwassermenge anpasst und dadurch die Warmwassertemperatur konstant halten kann. Die Anschaffungskosten sind höher als beim hydraulischen Durchlauferhitzer. Da die Energie aber bedarfsorientiert verbraucht wird, sind die Betriebskosten etwas geringer.

Beide Varianten der elektrischen Durchlauferhitzer benötigen einen Drehstromanschluss, d. h. 3-Phasen-Wechselstrom. Je nach Anzahl der Zapfstellen und der Verteilwege kann es sinnvoll sein, mehrere Durchlauferhitzer zu installieren.

Planen Sie im Neubau eine Lüftungsanlage, wenn möglich mit Wärmerückgewinnung ein. Ein Neubau ist bei guter Bauausführung winddicht, so dass eine ausreichende Lüftung der Innenräume nur über eine Lüftungsanlage sichergestellt werden kann. Sie trägt auch erheblich zum Abtransport von Luftschadstoffen aus Möbeln und Bodenbelägen bei.

Kontrollierte Lüftung ist energiesparend, gut für frische Luft und gegen Feuchtigkeit. Zur Sicherstellung einer hygienisch einwandfreien Raumluftqualität muss mindestens alle zwei Stunden ein Luftaustausch erfolgen. Man spricht dann von einem 0,5-fachen (stündlichen) Luftwechsel.

Die früher üblichen undichten Fensterfugen führten völlig unkontrollierbar zu weitaus höheren Luftwechselraten, was beträchtliche Wärmeverluste zur Folge hatte. Dagegen besitzen die Fensterflügel heutiger Bauart umlaufende Dichtungsprofile, die für energiesparendes Heizen unerlässlich sind. Die früher üblichen undichten Fensterfugen führten zu einer höheren (unkontrollierten) Luftwechselrate und damit zu höheren Wärmeverlusten. Heute können diese Verluste mit modernen Lüftungssystemen bei luftdichten Gebäuden vermieden werden. Dabei wird die Be- und Entlüftung automatisch reguliert. Dazu wird die verbrauchte Luft den Räumen entzogen und durch frische Luft ersetzt.

Die kalte Außenluft wird in einem Wärmetauscher durch die warme Abluft erwärmt. Dies entlastet die Raumheizung und führt somit zum Einsparen von Heizenergie.

Einfache Lüftungsanlagen bestehen aus mehreren Außenwand-Luftdurchlässen (ADL), die auch in Fensterrahmen integriert sein können, und einem zentralen Abluftventilator. Diese Systeme sind in manchen Fällen auch zur Nachrüstung im Altbau geeignet, die Nutzung der Abwärme aus der Fortluft ist allerdings schwierig. Neu auf dem Markt sind Lüftungsgeräte für einzelne Räume, die an der Außenwand installiert werden.

Wann eine Lüftungsanlage zu empfehlen ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Beim Neubau muss mit der Planung der Lüftungsanlage in einem frühen Planungsstadium des Hauses begonnen werden, damit sie kostengünstig realisiert werden kann. Es ist daher zu empfehlen, dies mit einem Energieberater vor Ort zu klären.

Weiterer Vorteil einer Lüftungsanlage: Durch Filter kann auch im Sommer eine Belüftung der Räume ohne Eintrag von allergieauslösenden Pflanzenpollen erfolgen.

Multimedia

Leerlaufverluste treten bei vielen Geräten auf, z. B. bei Satellitenempfängern, Steckernetzteilen, Anrufbeantwortern, schnurlosen Telefonen, Computern, DVD-Recordern, DVB-T-Receivern und DSL-Routern. Trennen Sie diese Geräte nach Möglichkeit bei Nichtgebrauch vom Stromnetz.

Tipp: Geräte mit so genanntem Auto-off-Schalter schalten sich nach einiger Zeit im Stand-by-Betrieb automatisch ab.

Geräte im "Stand-by"- oder Leerlaufmodus sind nicht wirklich ausgeschaltet. In einem Vier-Personen-Haushalt können sich dadurch die Stromkosten leicht auf 100 Euro und mehr im Jahr addieren.

Mit einfachen schaltbaren Steckerleisten kann man mehrere Geräte gleichzeitig komplett vom Netz trennen. Achten Sie auch bei dem Neukauf von Geräten auf den Standby-Verbrauch.

Wer nicht auf den gewohnten Komfort verzichten und weiterhin Geräte per Fernbedienung einschalten möchte, kann Energie sparen, wenn geeignete Zusatzgeräte zwischen Steckdose und Fernseher, HiFi-Anlage usw. geschaltet werden.

Viele Kleingeräte gibt es als schnurlose Variante mit Akkuladestation. Prüfen Sie, ob Sie diesen Gerätetyp wirklich benötigen. Die Ladestationen haben meistens erhebliche Stand-by-Verbräuche auch wenn das Gerät nicht benutzt wird.

Wenn Sie nur gelegentlich an Ihrem Heim-PC arbeiten oder die Flexibilität eines Note- oder Netbooks zu schätzen wissen, können Sie mit diesen Geräten gegenüber herkömmlichen Desktop-PCs viel Energie einsparen.

Achten Sie beim Neukauf auf die Verbrauchsdaten bzw. Energieeffizienz der Geräte. Über die Gesamtlebensdauer eines Gerätes gerechnet, sind die entstehenden Stromkosten oft höher als der Anschaffungspreis.

Inzwischen bieten Hersteller Produkte an, deren Betriebsmodi unterschiedlich bezeichnet sind. Fragen Sie kritisch nach, wie viel Strom bei welcher Einstellung verbraucht wird.

Tipp: Geräte mit so genanntem Auto-off-Schalter schalten sich nach einiger Zeit im Stand-by-Betrieb automatisch ab.

Bei Fernsehern hat man nicht nur die Wahl in Bezug auf die Größe der Bildschirmdiagonale, sondern außerdem zwischen Röhrengeräten, LED-, LCD- und Plasmabildschirmen. Je nach Gerätetyp unterscheidet sich der Strombedarf der verschiedenen Betriebsarten sehr. Der Stromverbrauch eines Fernsehers hängt vor allem von der Bildschirmgröße und dem Kontrast ab.

Der Energieverbrauch wird im Heimkino auch von der Helligkeit der Bildschirme bestimmt. Grundsätzlich gilt, dass LED Fernseher sparsamer als LCD Geräte sind. Röhrenmonitore verbrauchen im Vergleich zu LED- und LCD-Bildschirmen deutlich mehr Strom.