Fernwärme der Zukunft

Braunschweigs Energie wird klimafreundlicher

Die Energiewende in Deutschland ist im Gang – in Braunschweig sind wir dabei, der Wegbereiter einer flexiblen, ökologischen und bezahlbaren Energieversorgung zu werden. Weitgehend treibhausgasneutral und wie gewohnt zuverlässig sind hier zwei wesentliche Ziele, die BS|ENERGY verfolgt.

Der Verzicht auf Kohle als Brennstoff ist der nächste große Schritt, der auf diesem Weg vor uns liegt. Eine besondere Herausforderung ist es, die Wärmeversorgung auf eine klimafreundlichere Erzeugung umzustellen. Denn anders als bei Strom müssen wir die Wärme für Braunschweig auch komplett hier in der Region produzieren.

Mit dem engmaschigen und leistungsfähigen Fernwärme-Netz, dem ressourcenschonenden Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen und der modernen Gas-und-Dampfturbinen-Anlage (GuD) am Standort Mitte an der Hamburger Straße hat BS|ENERGY die Grundlagen für die Wärmeversorgung der Zukunft gelegt. Nun haben wir die Aufgabe vor uns, die beste Strategie für Braunschweig zu erarbeiten, um Kohle durch möglichst klimafreundliche Energielieferanten zu ersetzen.

Ziel fest im Blick – beim Weg dorthin jedoch flexibel

Das Ziel der Energiewende ist klar: klimaneutral, stabil, sicher. Der Weg dorthin ist politisch jedoch noch nicht abgesteckt. Für BS|ENERGY bedeutet das, einerseits auf unterschiedliche Erzeugungsarten zu setzen – das erhöht die Flexibilität, um auch bei unerwarteten Veränderungen der Rahmenbedingungen gut aufgestellt zu sein. Andererseits haben wir uns entschieden, mehrere Varianten für die Strom- und Wärmeerzeugung zu prüfen und drei davon bis zur Entscheidungsreife voranzutreiben. Noch in diesem Jahr werden die Planungen für alle Varianten abgeschlossen sein, damit im Anschluss eine Entscheidung getroffen werden kann.

Drei Varianten haben sich als die sinnvollsten herausgestellt: Es sind Kombinationen aus

der ressourcenschonenden Abwärmenutzung aus der Stahlproduktion der Salzgitter AG,

einem Biomasse-Heizkraftwerk (Hauptbrennstoff Altholz),

einem hocheffizienten und flexiblen Gasturbinen-Heizkraftwerk.

 

Alle Möglichkeiten führen dazu, dass die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), Stickstoffoxiden (NOx) und Schwefeloxiden (SOx) deutlich sinken.

Die Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD) bleibt in allen Varianten in ihrer jetzigen Form erhalten. Die GuD wurde erst 2011 in Betrieb genommen und ist das modernste Kraftwerk im Anlagenportfolio.

Ein weiterer Vorteil: Durch die Modernisierung der Anlagen sinkt der Primärenergiefaktor in Braunschweig für Fernwärme auf 0,22. Der Primärenergiefaktor gibt unter anderem an, welche Klimaauswirkungen durch den eingesetzten Energieträger entstehen. Ein Hausbesitzer hat beispielsweise die Möglichkeit, den Primärenergiebedarf seines Gebäudes durch zusätzliche Dämmung zu verringern, aber auch die Auswahl des Energieträgers kann den Primärenergiefaktor verringern. Dabei gilt: Je niedriger der Wert, desto besser.

Variante A: Biomasse und Gasturbine

Vorhandene Wertstoffe nachhaltig nutzen statt sie einfach zu entsorgen und eine hocheffiziente Gasturbine am Standort Mitte

„Biomasse und Gasturbine“

Variante B: Abwärme und Gasturbine

Statt Industrie-Abwärme ungenutzt zu lassen, sorgt sie für Wärme in den Wohnungen. Und eine Gasturbine erzeugt effizient Strom und Wärme: die Variante

„Abwärme und Gasturbine“

Variante C: Abwärme und Biomasse

So geht Recycling in der klimaschonenden Energiewirtschaft: Energielieferanten für Braunschweiger Wohnungen und Wirtschaft in Form von

„Abwärme und Biomasse“