Gasturbine: flexibel mit Erdgas

Maßnahme:

Bau eines Gasturbinen-Heizkraftwerks mit Abhitze-Wärmetauscher zur Strom- und Fernwärme-Erzeugung

Die geplante Fernwämeleistung liegt bei 50-70 MW. Die elektrische Leistung des geplanten Gasturbinen-Kraftwerks hat eine ähnliche Größe von 50-70 MW. Die Anlage unterstützt vor allem in der kälteren Jahreszeit.

Gasturbinen-Heizkraftwerke werden sehr flexibel eingesetzt. Dies hat große Vorteile in einem Umfeld mit zunehmender, oft wechselnder Einspeisung von Wind- und Solarstrom.  

Neue Gas-Heizkraftwerke werden - insbesondere als Ersatz von Kohle gefeuerten Kraftwerken - von der Bundesregierung deshalb besonders gefördert, wodurch die Wirtschaftlichkeit der Anlagen sichergestellt ist. 

Die geplante Anlage ist hocheffizient nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWKG).

 

Vorteile des Gasturbinen-Heizkraftwerks:

  • schnellstartfähig – nur wenige Minuten bis zur Volllast
  • Leistung kann in kurzer Zeit über große Bereiche hoch oder herunter geregelt werden.
  • durch gemeinsame Erzeugung von Strom und Fernwärme (KWK) hoher Wirkungsgrad und hohe Brennstoffausnutzung
  • Bauzeit und Investitionskosten geringer als bei anderen Kraftwerken

 

Funktionsweise:

Das Herz des Gasturbinen-Heizkraftwerk ist die Gasturbine. Eine Gasturbine funktioniert ähnlich wie das Triebwerk eines Düsenflugzeugs: In der Brennkammer der Gasturbine wird die im Verdichter komprimierte Luft mit Erdgas vermischt. Das durch die Verdichtung bereits heiße Gemisch wird verbrannt und setzt über die Schaufelräder im anschließenden Turbinenteil einen Generator in Bewegung. Dieser erzeugt Strom. Das nach der Turbine noch heiße Abgas erwärmt in einem Abhitze-Wärmetauscher das Fernwärme-Wasser. Somit wird der Brennstoff Erdgas doppelt genutzt: einmal für die Stromerzeugung und einmal für die Wärmegewinnung. Das erhöht den Wirkungsgrad des Kraftwerks.