Zurück

BS|ENERGY erhält internationale Auszeichnung für gesellschaftliche Verantwortung

News: Presse

Der „Europäische Verband der öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen“ (CEEP) hat den Braunschweiger Energieversorger BS|ENERGY mit seinem CSR-Label für gesellschaftliche Verantwortung geehrt. Maßgeblich für die Jury-Entscheidung war der Beschluss des Unternehmens, bis 2022 aus der Kohle auszusteigen.

Sophie Thorne, Präsidentin des CEEP Schweden, überreicht BS|ENERGY-Vorstand Paul Anfang das CEEP CSR-Label. Foto: Gonzalo Irigoyen.

„Als Unternehmen der Daseinsvorsorge gehört es zu unserer DNA, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Paul Anfang, der die Auszeichnung am Dienstag in Stockholm entgegennahm. „Wir wollen auch beim Klimaschutz vorangehen und dazu beitragen, dass Deutschland die von der Bundesregierung gesteckten Klimaziele erreicht. Nach 2022 wird es in Braunschweig keine Kohle-Verbrennung mehr geben.“

Mit dem CSR-Label würdigt der CEEP alle zwei Jahre öffentliche und teilöffentliche Unternehmen aus ganz Europa, die auf freiwilliger Basis wirtschaftliche, soziale und ökologische Belange in ihre Unternehmenstätigkeit integrieren. Von den 1450 Mitgliedern des deutschen „Verbandes kommunaler Unternehmen“ (VKU) haben bislang erst elf das Label erhalten. Neben dem Gesamtengagement der Bewerber berücksichtigt die Jury auch ausgewählte Best-Practice-Beispiele – im Fall von BS|ENERGY die Umstellung der eigenen Strom- und Wärmeerzeugung auf kohlefreier Basis.

„BS|ENERGY verfolgt eine äußerst ehrgeizige Dekarbonisierungsstrategie. Das Vorgehen bei der Umsetzung ist interessant, weil es innovativ und leicht übertragbar ist. BS|ENERGY hat bewiesen, dass es seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Beachtenswert sind auch die Anstrengungen des Unternehmens, die Diversität der Belegschaft zu fördern, sowie das Engagement für lokale Projekte“, so die Begründung der Jury.

Um den Ausstieg aus der Kohle zu realisieren, gilt es vor allem, die Wärmeproduktion des Steinkohle-Heizkraftwerks am Standort Mitte zu ersetzen. Fernwärme spielt in Braunschweig schon lange eine herausragende Rolle. Mehr als 40 Prozent der Haushalte sind an das Fernwärmenetz von BS|ENERGY angeschlossen. Aktuell prüft BS|ENERGY verschiedene Varianten, die Kombinationen aus drei Erzeugungsoptionen darstellen – dem Bau eines Biomasse-Heizkraftwerks mit Hauptbrennstoff Altholz, der Abwärmenutzung aus der Stahlproduktion der Salzgitter Flachstahl GmbH und dem Bau eines Gasturbinen-Heizkraftwerks. Jedes Szenario bedeutet eine CO2-Einsparung von mindestens 50 Prozent. Herzstück der Strom- und Wärmeerzeugung bleibt weiterhin die bestehende Gas- und Dampfturbinen-Anlage an der Hamburger Straße.

Die Entscheidung für eine Variante soll noch im Dezember getroffen werden.