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Technologie-Mix im urbanen Raum

News: Presse

Mit dem Projekt „Campus + Stadt | Zukunft klimaneutral gestalten“ bewerben sich die Technische Universität Braunschweig und BS|ENERGY beim Wettbewerb des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) als Reallabor der Energiewende.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist der umfangreiche Ausbau von Photovoltaikanlagen auf dem Campusgelände. Im beantragten Förderzeitraum soll die installierte Leistung von 80 auf 850 kWp steigen. Dafür will die TU Braunschweig bestehende Dachflächen nutzen und bei Neubauten konsequent auf erneuerbare Energien setzen.  Im Laufe des Forschungsprojektes soll die Netzbelastung der eigenen Infrastruktur analysiert und Konzepte zur Nutzung von Überschussstrom entwickelt werden. Ziel ist, in Kombination mit verschiedenen Speichertechnologien und einem alternativen Mobilitätskonzept, ein intelligentes Lastmanagement zu entwickeln. „Erzeugungskapazitäten der geplanten Größenordnung führen zwangsläufig zeitweise zu Erzeugungsüberschüssen. Gleichzeitig ergeben sich durch den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge künftig Leistungsspitzen, die aus netztechnischer und ökonomischer Sicht eine Belastung darstellen. Dies gilt es sinnvoll miteinander auszugleichen“, so Prof. Dr. Bernd Engel, Leiter des Institut für Hochspannungstechnik und Elektrische Energieanlagen (elenia).

Ein weiterer Schritt ist die Digitalisierung von Regelungs- und Steuerprozesse für die Haus- und Gebäudetechnik. Die TU Braunschweig hat bereits in der Vergangenheit Anwendungen für das Energiemanagement, die Kostenbudgetierung und das technische Monitoring eingeführt. Diese Anwendungen sollen nun weiterentwickelt werden und konkret eingesetzt werden: Es ist ein digitales Qualitätsmanagement geplant, das von der Konzeption bis in den Regelbetrieb neuer Anlagenmodule greift. So sollen technologische Potentiale, energieeffizienzorientierte Dienstleistungen und eine Übertragbarkeit in die Praxis gesichert werden. BS|ENERGY stellt für diesen Zweck die benötigte Infrastruktur bereit. Über ein niederfrequentes Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) und ein hochfrequentes 5G-Forschungsnetzwerk sollen die umfangreichen Zustandsdaten, zum Beispiel auch für autonome Forschungsfahrzeuge, übertragen werden. „Die Idee eines abgeschlossenen Energiekreislaufs ist sehr attraktiv, erfordert aber eine sichere Datenübertragung in geschlossenen Systemen. Als Infrastrukturdienstleister sind wir sehr interessiert, diesen wissenschaftlichen Entwicklungen und Einsatzmöglichkeiten mit der von uns bereit gestellten Netzinfrastruktur zum Fliegen zu verhelfen“, so Dr. Volker Lang, Vorstand bei BS|ENERGY.