BS|ENERGY unterbricht zeitweise die Wärmeversorgung am 29. Oktober im Nahwärmenetz Gliesmarode-Querum

Aufgrund von Bauarbeiten im Biomasse-Heizkraftwerk Hungerkamp wird die Wärmeversorgung zur Beheizung und Warmwasserbereitung im Nahwärmenetz Gliesmarode-Querum unterbrochen.

Die Abstellung erfolgt am Donnerstag, den 29. Oktober von 8:30 Uhr bis 15:30 Uhr.

Das Nahwärmenetz Gliesmarode-Querum versorgt mehrere hundert Haushalte, Gewerbeeinheiten sowie Liegenschaften der Stadt Braunschweig und des Landes Niedersachsen mit Wärme. BS|ENERGY und die SH Kraft & Wärme GmbH betreiben als Projektpartner seit 2013 das Biomasse-Heizkraftwerk Hungerkamp im Braunschweiger Stadtteil Gliesmarode. Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und das Nahwärmenetz weiter ausbauen zu können, wurde im Dezember 2025 ein zweiter Holzheizkessel in Betrieb genommen, der die Wärmeleistung der Holzverfeuerung um 50 Prozent von 2 MW auf 3 MW erhöht. Der deutliche Ausbau des Wärmenetzes erfordert nun eine Erweiterung des Volumens der Ausdehnungsgefäße für das Heizwasser, weshalb diese ausgetauscht werden müssen. Ausdehnungsgefäße regulieren den Druck im Wärmenetz, da sie temperaturbedingte Volumenschwankungen aufnehmen bzw. abpuffern. Für die Dauer der Arbeiten kommt es zu einer Versorgungsunterbrechung, da die Netzpumpen heruntergefahren werden müssen.

Die BS|ENERGY Gruppe bittet die betroffenen Kunden um Verständnis für die Maßnahme. Das oberste Ziel ist stets, die Versorgung zu gewährleisten und Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger möglichst gering zu halten.

 

Hintergrundinformationen

BS|ENERGY versorgt in der Löwenstadt rund 60.000 Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit Wärme. Das Fernwärmenetz misst mehr als 280 Kilometer, dazu kommen nochmals 12 Kilometer an Nahwärmetrassen. BS|ENERGY betreibt derzeit sieben Nahwärmenetze im Braunschweiger Stadtgebiet. Wie bei der Fernwärme profitieren die Kunden auch bei der Nahwärme davon, dass BS|ENERGY die Wärme bequem ins Haus liefert und sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Weg zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung kümmert. Derzeit liegt der Anteil der regenerativen Energieträger schon bei über 90 Prozent, bis 2040 soll das Nahwärmenetz Gliesmarode-Querum zu 100 Prozent mit Wärme aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Im Holzheizwerk wird als Brennstoff naturbelassenes Holz aus der Region wie schädlingsbefallene Bäume als sogenanntes Waldrestholz, Holzschnitt aus Verkehrssicherungsmaßnahmen und von Kurzumtriebsplantagen (KUP) eingesetzt. Das Holz wird vor der Verbrennung zu Holzhackschnitzeln verarbeitet. So wird bei der thermischen Verwertung nicht mehr Kohlendioxid freigesetzt, als vorher durch Aufnahme aus der Atmosphäre im Holz der Bäume als Kohlenstoff eingelagert wurde. Neben dem Holzheizwerk wird am Standort Hungerkamp ein BHKW mit Biomethan betrieben. Für Spitzenlastzeiten steht zudem ein mit Erdgas betriebener Reservekessel zur Verfügung.

Archiv-Meldung vom 23.10.2026 – Inhalte spiegeln den damaligen Stand wider.